Was eine belastbare Prüfung liefert – und was nicht
Agentur Incognito ordnet konkrete Hinweise zu einer Krankmeldung ein. Nicht jede Freizeitaktivität widerspricht einer Arbeitsunfähigkeit. Vor einer möglichen Ermittlung werden Anlass, rechtliche Grenzen und mildere Mittel geprüft. Das Ergebnis ist eine nachvollziehbare Dokumentation für die zuständige Rechtsberatung; eine Verwertung oder arbeitsrechtliche Folge wird nicht zugesagt.
Wann sinnvoll, typische Fälle & Ergebnis+
Wann sinnvoll
- Wenn konkrete, rechtmäßig bekannte Tatsachen Zweifel begründen; häufige Fehlzeiten allein sind keine ausreichende Begründung für eine Observation
- Wenn Kollegen den Betroffenen bei Aktivitäten sehen, die mit der Krankheit unvereinbar sind
- Wenn HR konkrete Hinweise rechtlich einordnen lassen möchte; Kosten und Teamdruck ersetzen keinen Verdachtsanlass
- Vor arbeitsrechtlichen Schritten, die eine belastbare Beweislage erfordern
Typische Fälle
- Konkrete Widersprüche zwischen dokumentierten Angaben und rechtmäßig bekannten Tatsachen; Sport allein ist kein Missbrauchsnachweis
- Langzeitkranker arbeitet offensichtlich bei einem anderen Arbeitgeber
- Social-Media-Posts zeigen Aktivitäten, die mit der Diagnose nicht vereinbar sind
- Muster bei mehreren Mitarbeitern in derselben Abteilung
Ergebnis
Strukturierter Bericht über belastende und entlastende Beobachtungen. Die Rechtsberatung prüft Beweiswert, mögliche Maßnahmen und etwaige Ansprüche getrennt. Ein bestätigter Verdacht allein begründet keine Erstattung aller Detektivkosten.
Rechtlicher Rahmen: Eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung hat hohen Beweiswert. Zweifel sind anhand konkreter Umstände in ihrer Gesamtschau zu prüfen (BAG, 18.09.2024 – 5 AZR 29/24). Das berechtigt nicht automatisch zur Observation. Ein möglicher Kostenersatz unterliegt eigenen Voraussetzungen, insbesondere konkretem Tatverdacht sowie notwendigem und angemessenem Aufwand (BAG, 26.09.2013 – 8 AZR 1026/12).