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Glossar · Wirtschaft & Compliance

Krankschreibungsmissbrauch

Fachbegriff aus dem Bereich Wirtschaft & Compliance

Inhaltlich verantwortet von Marcello Doering, Inhaber & Chefermittler

Definition

Krankschreibungsmissbrauch ist eine Bezeichnung für den Verdacht, dass eine Krankmeldung oder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung missbräuchlich genutzt wird. Die Bezeichnung ist noch kein festgestellter Sachverhalt. Freizeitaktivitäten oder Reisen während einer Krankschreibung belegen für sich allein keine Arbeitsfähigkeit. Der hohe Beweiswert einer ärztlichen Bescheinigung kann durch konkrete Umstände in ihrer Gesamtschau erschüttert werden. Eine feste Zahl von Beobachtungstagen genügt dafür nicht automatisch. Davon zu unterscheiden ist der Nachweis einer vorsätzlichen Täuschung zur Erlangung von Entgeltfortzahlung.

Begriff: Krankschreibungsmissbrauch

Praxisbeispiele

Wann „Krankschreibungsmissbrauch“ in der Praxis vorkommt

  • Prüfung, ob konkrete und rechtmäßig bekannte Tatsachen ernsthafte Zweifel an der bescheinigten Arbeitsunfähigkeit begründen.
  • Dokumentation sowohl belastender als auch entlastender Beobachtungen ohne eigene medizinische Diagnose.

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